120Wie sich wehren gegen launische Bezugssperren //
- schließen sie rechtschutzversicherung (arbeits- sozialrecht ab) - rechtzeitig. die vers sind selten und teuer. oft kriegen sie nur beratung, nicht immer einen anwalt.
- kontaktieren sie https://sanktionsfrei.at/ hier wird ihnen juristisch geholfen, sich gegen den bescheid zu wehren: beschwerde nach vorbild DE https://sanktionsfrei.de/
- sie sollten bei sperre einen bescheid erhalten. auf diesem steht, bis wann und wo sie den einspruch erheben können: per mail UND pers im info center UND via einschreiben mit kopie daheim;
- versehen sie den einspruch mit "Antrag auf Zuerkennung der aufschiebenden Wirkung"
- sie können zwar arbeiterkammer kontaktieren, deren kooperationsbereitschaft in einer ams-angelegenheit ist allerdings spürbar spröde; immerhin bietet AK aber auf ihrer website folgende information https://www.arbeiterkammer.at/beratung/arbeitundrecht/Arbeitslosigkeit/Negativer_AMS-Bescheid.html
- vermeiden sie trotz des drucks, der dahingehend auf sie ausgeübt wird, das eams konto. wenn sie älter und damit länger AL sind, ist es nur mit büroausstattung bewältigbar
- führen sie genau buch über logins oder mail-abrufe, sowie natürlich auf papier über bewerbungstätigkeiten. etwa tabelle mit lauf-nr / firma / datum / tätigkeit / stundenmaß / quelle (zuweisung oder zeitung etc) / ergebnis.
- im fall der druckausübung bzgl weitergabe der daten, etwa an söbs: "In Hinblick auf den auf mich ausgeübten Druck, der in der Ankündigung, das Arbeitslosengeld/Notstandshilfe als existenzerhaltendes Grundgehalt zu streichen, besteht, leiste ich, ohne den vorliegenden Inhalt in Frage stellen zu können, keine Unterschrift." --- "Hinsichtlich des auf mich ausgeübten Drucks kann ich trotz meiner grundsätzlichen Kooperationsbereitschaft mit Hinblick auf den Schutz meiner sensiblen persönlichen Daten das Blatt (so-und-so) zum heutigen Zeitpunkt so nicht unterzeichnen."
- lassen sie sich zu sensiblen terminen begleiten. bedenken sie dass die begleitperson ihre daten abgeben muss, wenn sie mitspricht. begleiter sollte stumm bleiben.
- dokumentieren sie ein hostiles gespräch unmittelbar danach schriftlich, lassen sie unter umständen ein handymikro mitlaufen: einzig zur Hilfe der rekonstruktion Ihrer schriftaufnahme
- scheuen sie sich nicht, im call center den (fiktiven)* 'ombudsmann' anzurufen (AK hat die nummer) - wie auch nicht, den sogenannten Geschäftsstellenleiter sprechen zu wollen. es verschafft respekt, auch wenn sie ihn nicht erreichen sollten. jedoch ist mit noch schärferer gangart zu rechnen. vergessen sie nicht: da sitzt der feind: sein ansinnen ist ein verhängen der sperre, egal wie und wodurch.
- *fiktiv: ams.at/help ergibt: 'seite nicht gefunden' (sinnbildlich); etwa wien (01) 50 904 940 führt direkt zu allgemeiner telefonistin im callcenter. wenn sie hört 'ombudsmann', verbindet sie stattdessen zum sachbearbeiter des klienten

http://soned.at/forum___gaestebuch oder lesen sie berichte, die hier eingelangt sind: https://www.aktive-arbeitslose.at/erfahrungsberichte/index.html
Vierter DO im monat, anmeldung derzeit nötig! konsumzwang (wenn das ein problem ist: bitte dies in anmeldung dazusagen)