Xxxi vom verhältnis der betroffenen untereinander


als ÄAÖ haben wir einblick in die sphäre wien, wie auch NÖ. Innerhalb NÖ orten wir weitgehend harmonie und kollaboration. In wien ähnelt die AL szene, so eine solche vorhanden sein sollte einer wilden horde an verzweifelten ausgehungerten hyänen, die sich wie arenalöwen über den galeerensklaven hermachen, sollte jemand neues vom arbeitsmarkt frisch hinzustoßen und etwa enthusiastisch wagen, eine produktive kommunikationsbasis in richtung der regierung ausarbeiten. Wer nicht in den grundtenor einjoined ‚das system ist ungerecht und wir fordern das grundeinkommen‘, ist der erklärte feind.
Genussvoll fallen die löwen über den her. Innerhalb welchen mediums, möge hier (gegensätzlich zum ersten darstellungsversuch) außen vor gelassen werden. Es ist nicht einmal so, dass die betroffenen ams opfer sich gegenseitig jobchancen neiden würden. Früher oder später ist man es: langzeitarbeitslos. Und wenn wer laufend in kontakt mit dem ersten arbeitsmarkt war, dann kommt derjenige aus jener fremden welt, die langzeitarbeitslose – möglicherweise nachvollziehbar – als die für sie nicht mehr erreichbare welt ansehen.
Jegliches innerberufliche mobbing erblasst grellest vor neid, sähe es diese fletschenden kiefer der hyänen, die sich übers neue arbeitsmarktopfer hermachen. Etwa unterstellen sie dem opfer, es sei gesehen worden, wie es einen ams-stelle-personaleingang benutzt hätte. Oder sie unterstellen nähe zu einer partei oder den mächtigen ansich. Sie orten maulwürfe (es darf hier erläutert werden: die ÄAÖ sind keine: WIR sind betroffene), sie sind das fleischgewordene misstrauen. Ja man kann sogar sagen: der Hass.
Was weiters auffällt, ist, dass eine unglaubliche gruppenfeigheit dahingehend existiert, dass jeder sorgsam darauf wert legt, nicht die oder der nächste in der mobbingserie zu sein. Die ängstliche schafherde steht zusammen und hofft, dass der böse wolf (i.e. mobbingwesen) sie nicht erwischt. Dahingehend etwa, dass man sich entschuldigt für ein sätzlein in früherer nachricht, die vom beleidigten mobber etwa als kränkung seines egos verstanden werden hätte können. Sollte es zu einem austausch schriftlicher nachrichten in der kommunikation kommen, ist das drängen-in-rechtfertigungsschleifen (provokation-erheischenReaktion-folgeProvokation) eine ganz beliebte technik. Man taucht also ein fingerglied ein, und schon zieht der wirre sog der meute einen selber in was rein, wo man tag um tag (die man ja eigentlich bewerbungen verfassen will) damit befasst ist, nicht nur sich zu rechtfertigen, sondern auch die anklagetiraden (oft seitenlang) durchlesen zu MÜSSEN. Ansonsten wird man wieder gemobbt oder beschimpft.
Als ÄAÖ glauben wir durchaus, dass das alles einmal gewöhnliche, gesunde und auch sozialisierte menschen waren. Wir glauben weiters, dass es nicht die (vermeintliche) untätigkeit war, die solche menschen zu dem gemacht hat, was sie heute sind und als was diese sich gebärden. Aber der jahrelange terror (und bei LZ-AL da IST es jahrelang) des ams - das kann das ams sich an den hut heften und feiern(!) - Es macht normale menschen, die oft schuldlos altersbedingt eingespart wurden, zu dieserlei laborratten auf regelrecht zu engem raum (maßnahmentechnisch bildlich gesprochen.).
Eher zufällig ist es uns passiert, in einen solchen wiener dunstkreis zu geraten: der oder die kontaktperson hat uns gefeedbackt: bloß nicht hinriechen. Grundsätzlich ist der kampf der arbeitslosen im land ganz offensichtlich ein gegeneinander und kein füreinander. Als nachfolge alten eisens glauben wir, dass die winde 1984 noch komplett anders wehten. Wir verstärken daher unsere niederösterr. Bestrebungen und freuen uns auf tipps, wo wir inserieren können, vorzugsweise gratis (NÖN?) beiträge machen wir gewiss bis nach ende des herbst-arbeitsgipfels, da 2 unserer tragenden mitglieder in richtung neues DV, bzw selbständigkeit driften.
Im kommentar heute die kollaboration untereinander: INITIATIVEN. Sind nur mehr eine handvoll. Neben unserem kleinen tun, gibt es 2 aktive vereine in, sowie um graz, soned in OÖ, die arbeitslosSelbstermächtigt; und das ist alles. Es gingen wiegesagt mehrere inis verloren: vielleicht durch pensionen. Wir sind laut unserer zählung 5 inis im schönen österreich und bemühen uns, zumindest mit zweien (einer in graz und dem legendären soned) laufend in kontakt zu stehen. Idealerweise per monatlichem rundmail. Denn eines ist klar: wir haben 432000 betroffene und um arbeitslose muss sich keine initiative streiten wie um ein Erbe. Es sind genug losigkeiten für alle da. Wir müssen kollaborieren, ohne zu kollidieren, ohne zu konkurrieren. Und immerhin sind wir eines nicht: laborratten auf engem raum.


xxx stribl/kogler melange: glatte enttäuschung

1x mehr sind wir als ÄAÖ dazu angehalten, uns KURZ zu fassen! ellenlange buchstaben-ausdünstungen kommen beim leservolk nicht an! muss man doch schon sonst viel zu lange in den schirm starren.
KURZGEFASST war das sommergespräch mit GRÜN leider 1 herbe enttäuschung. 2x verwies stribl verhalten auf die arbeitslosen; 1x wurde in richtung greenjobs abgebogen, und gegen ende nochmal geschwind dozierte kogler über die industrie. das wars schon. dass 432000 weitgehend zerstörte, gestrandete existenzen in dem land vegetieren, die von den taktiken des ams per psychoterror zu seelischen krüppeln umgeformt werden (die ständige existenzangst, bedrohung, das misstrauen, angst vor sperre, angst angst angst und nochmal angst, angst vor allem und um alles) das ist für grün kein thema.

abschließend noch 1 dialog mit einem mitkämpfer, dass und ob - wie koza anstieß - das SOZIALE das zünglein an der waage werden könnte, an dem die koalition zu zerbrechen droht: es wird so nicht geschehen. VK kogler ist grad in dem punkt die herabgehungerte wurschtigkeit in person. die 432000 sind ihm egal - versanden in richtung greenjobs (i.e. keine wertschöpfung) und industrie (bürojobs lässt er außen vor). und so geht man dann in den herbstgipfel zum arbeitsmarkt.
sich türkis/blau zum thema anzuhören: müßig. bleibt nur noch, was wohl pam sagen wird zum thema. hoffentlich erwähnt SIE zumindest am rande die älterenAL. weil die jungen ohne lehrstelle, die werden ohnehin laufend zitiert. wir 45+ sind minderwertig, aber KEINE minderheit. jedoch sind wir weitgehend unsichtbar.



xxix) Vorverlegung von 27 auf 20!


Liebe ÄAÖ Kumpels und -Rinnen. Infolge terminlicher Imponderabilitäten sahen wir uns gezwungen, das für 27.d.M. angesetzte persönliche Treffen auf 20.8. VOR-zuverlegen. In der Hoffnung, dass genügend Wiener umdisponieren können, visieren wir den Rosenberger-Innere-Stadt an; falls aber wieder unsere Niederösterr. Kolleg/innen überwiegen, wird es diesmal nicht per Zoom, sondern probeweise mal per Skype abgehalten. Addet dazu die live-ID 19fda794c48e0f8b - wir verpflanzen euch dann in so ein grupperl und das baby flutscht.
ad: idee der grünen: viele von uns älteren arbeitsuchenden ösis können es nicht glauben, dass genau jene partei (resp. deren vorsitzender) die doch noch unlängst für ein bedingungsloses grundeinkommen (!) eintrat, nun im rahmen einer neuaufstellung des AL geldes (herbstgipfel) eine idee der neos aufgreift. diese besagt laut abgeordnetem "L", dass das AL geld höher beginnt und dann stetig fällt. denn die lage derzeit ist folgende: AL geld (6-12 M) 55% des gehalts, anschließend die sehr notwendige und sinnhafte notstandshilfe mit 92% jener 55%. im falle einer längeren arbeitssuche, die grade bei uns älteren als derzeit fast sicher gilt, kann diese verlängert werden.
keine art ist es, wie die neos es sich vorstellen, die älteren in eine aussteuerung zu schicken: also von der versicherungsleistung in die transferleistung. es werden dadurch, wie martin schenk treffend in der armutskonferenz feststellt, neue sozialfälle kreiiert. und dies lange jahre vor der pensionierung! denn selbige kann ja für ab *64 geborene nicht mehr oder unter harschen abschlägen erreicht werden.
das ist ein mittelstand, der grade noch leistungsträger war, der von der republik förmlich wie mit einem schlag ins gesicht enttäuscht wird. das ist ein zorniger pack an menschen, die dann aufgebracht auf den straßen zu finden sind: demonstrierender- oder obdachloserweise. das ist jener aufgeweichte, abgelehnte mittelstand, vor dem die regierenden schon heute angst haben.