132b-33 forderungen der arenaliste 2/2
- 21. Eine degressive Gestaltung des AL-Geldes kommt exakt im falschen Moment: diese wäre eine Sache für die Hochkonjunktur (lt Muchitsch)
- 22. Es werden mit höherem AL-Geld eh nur jene gefördert, die es am Markt leichter haben: die finden ohnehin geschwinder wieder rein.
- 23. Speziell Ältere werden hingegen nach und nach ausgehungert: mit keinem Ausweg, auch nur in irgendeine Richtung.
- 24. An Kosten bleibt es sich ja gleich: eben durch das höher gestaltete Anfangsgeld, das JEDER neue Arbeitslose erhält.
- 25. Es findet keinerlei Mobilisierung dadurch im Bereich der Aufstocker statt: die waren auf ihrer Mindestsicherung/=Sozialhilfe und bleiben auf der auch.
- 26. Hingegen: meinlreisingers(bürgergeld)=kickls Vorschlag, notstandshilfe mit Sozialhilfe/BMS zusammenzuziehen, erzeugt NEUE sozialfälle. Sind deren eiserne Altersreserven(!) einmal liquidiert, haben wir dadurch neue Menschen, die gestern noch prosperierende Leistungsträger waren und nun sich-aufgebende-Sozialfälle sind (argument Martin Schenk, nicht wörtlich).
- 27. Ein höheres AL-Geld: mehr als 10-15 Prozentpunkte Erhöhung - anfangs - wird das nicht sein, also weitgehend ineffizient, solange etwa Aktion-20000er-Jobs (Voll- UND Teilzeit) fehlen, also sinnhafte Eingliederungsmaßnahmen für Ältere und Kranke.
- 28. Wir fordern das Recht auf geförderte Teilzeitarbeit für kränkere Arbeitsuchende.
- 29. Wieder eine von VK Koglers ‚privaten Meinungen‘: das AL-Geld möge höher als 55% beginnen und dann nicht unter 55% absinken. Kollidierend mit der nicht mehr ganz so geheimen Schubladen-Idee der Türkisen, die Notstandshilfe (+Verlängerung) überhaupt mit Sozialhilfe (ehem. BMS) zu fusionieren: zwei Extrem-Ideen, bei denen die Grundtendenz sich in Form einer Kompromisslösung realisieren könnte, welche am Ende schlimmer ist als das System, so wie wir es jetzt haben. Denn es ist ein akzeptables Versicherungssystem und hat sich in guten und schlechten Zeiten bewährt. Nicht jede Verschlechterung müssen wir der EU nachmachen. Das Problem bleibt bestehen: Alte will man nicht und Arbeit ist für uns keine da: außer wir geben‘s billiger. Bei degressivem Geld verkaufen wir uns am Ende für einen Euro. Man verändert hier die Symptombekämpfung, aber nicht die Ursache: ‚also known as‘ Verschlimmbesserung.
- 30. Mitgestaltungsmöglichkeit bei Maßnahmen auch innerhalb des AMS, leichtere Ausstiegsmöglichkeiten aus Maßnahmen, mehr finanzielle Förderung, denn auch Teilnahme an Maßnahmen kostet Geld. mehr Motivation anstatt Zwang mit Sanktionierungsandrohung.
- 31. Rechts-Staat muss auch für Arbeitssuchende (m/w) gelten: alles muss schriftlich ausgefertigt werden; unabhängige(!) Berufungsmöglichkeiten sind unabkömmlich!
- 32. Keine verpflichtenden Arbeitstrainings und wie Gratisarbeit auch benannt wird, nur bezahltes Probearbeiten.
- 33. Re-Aktivierung der Aktion 20000³³²² im Vollzeit- UND Teilzeitbereich mit Rücksicht auf die Leistungsfähigkeit älterer Arbeitsuchender. Neu-Aufrollen des Projekts Magma von S. Hergovich (NÖ)
div Anmerkungen, weitere Ideen & Einwürfe: bei Bedarf
Kreieren der Arbeitslosen-Anwaltschaft als Pendant zu einer tautologisch bedingt leider nicht realisierbaren Gewerkschaft-für-Arbeitslose.
³³²²: kreation der jobs-aktion-20000: das sind jene ehrenamtl. tätigkeiten, die heute von underfycked emsigen frühpensionisten gemacht werden - und die UNS alten arbeitslosen WEGGENOMMEN werden. gegensätzlich zu denen(=abgesichertVersorgt!) müssen WIR noch von was LEBEN.
die haben ja ihr grundeinkommen.