XXX) AmsAlgo: die CoronaApp der Arbeitslosen

der emsig immer aktuelle und umtriebige verein amsel in graz hat uns (wenige wiener_innen, mehr niederösterreicher) auf epub.oeaw.ac.at aufmerksam gemacht. In der langen studie wollen wir das augenmerk speziell auf das kapitel ‚bias und diskriminierung‘ hinweisen: man kann direkt aus dem inhaltsverzeichnis dorthinklicken. Sinn des amas (ams-algo) ist es, verallgemeinerungen herauszufinden, vorwegzunehmen, und uns dann in 3 gruppen einzuteilen (A: findet sich selbst was; B: braucht bissl kurs, dann vermittelbar; C: gilt nicht mehr wirklich als vermittelbar – kurse fruchten da auch nix. Darf aber nicht einfach so sitzen gelassen werden, dem individuum muss weiterhin in irgendeiner weise ‚nahegetreten‘ werden.) j. Kopfs zynische meldung hierzu im mittagsjournal (sollen sich einen anderen job suchen).
BM aschbachers androidenlösung: wirst digital oder wirst pfleger (alles in früheren beiträgen schon diskutiert).
Nun, und so ist der ams-algo ähnlich wie die coronaApp. Die fragt nicht, ob 2 menschen (2m, 15min) gehustet haben, sich geschnäuzt haben, billaburka oder ffp2 getragen haben. Nase drin oder draußen getragen haben. Also irrt auch die coronaApp sich massenhaft. Sie ist bluetooth, aber trotzdem gewissermaßen blind. Und so blind wie diese nervenzerfetzende app ist auch der algorithmus. Er ist eine büchse der pandora – ein trojanisches pferd. Denn früher oder später spuckt überhaupt eine künstliche intelligenz (danke unserem inspirativen telefonischen inspirationsbringer) die zuweisungen aus, die letztlich den sinn erfüllen, der unverbesserlichen 50+“C“-gruppe die existenzbedrohende bezugssperre als einziges ‚erziehungsmittel‘ aufzuhalsen, den nahrungsmittelentzug. C ist man schneller als man glaubt. Etwa genügt es schon, einfach eine frau zu sein, und dann ein gewisses alter zu haben. Akademische abschlüsse und bisherige positionen machen den karren für C dann auch nicht mehr flott.


Ja und ganz klar stehen wir hinter der gesamtösterreichischen anstrengung der erwerbslosen-initiativen, dass der ams-algo diskriminierung verschärft und den chancenlosen noch die allerletzten chancen nimmt, fachadäquat unterzukommen. Nach zwischenzeitlich erfolgter rücksprache kann man uns also gerne mit dort anführen. Sollte aber ein disput bestehen, ob ‚wir‘ oder eine größere gruppe mit angeführt werden ‚dürfen‘, dann geben wir gerne einer größeren gruppe den vortritt: im sinne eines empathischen pragmatismus.



| Solana @ 15:25 |