Sunday, 8. January 2023

97 vergleich ZAE(?)gründung 1993, mit heute 2023

Im herbst 93 begann die gründung des vorbild-vereins der IG ÄAÖ: des 'zumAltenEisen?'
die gründungsprämissen wollen wir nach heutigen kriterien untersuchen. Es ist 3o jahre her. Wer ende 50 seine arbeit verlor, wurde 'verwaltet'. Wir nennen's heute 'in ruhe gelassen' (58-er regelung à la DE, auf die gehen wir später noch ein). Es schmeckte den leuten nicht, dass sie ab 45/50 jahren nur mehr verwaltet wurden, herumgeschoben; massenhaft jüngere leute am arbeitsmarkt und alte lt KV zu teuer und kränklich werdend.
Retrospektiv betrachtet beklagten sich die betroffenen auf hohem niveau. Es galt frühpensionsregelung, mann mit 60, frau mit 55.

deren gründungsprämissen – HEUTE betrachtet:
.. ) Wir wollen wieder arbeiten.
--) wir sind leistungsbereit.
$€) wir sind leistungsfähig.

Zu ..) zitieren wir einen endfünfziger NÖ aus unseren reihen, der via verleumdung und provokationen aus seinem VB job rang-abgestuft, später letztlich rausgemobbt wurde und seither unter psy** aufsicht ist: „was ich zu wollen habe, steht im gesetz. Ans gesetz habe ich mich zu halten“.
Warum es in diesem punkt probleme gibt? Es wird einem strategisch über jahre vorgehalten, dass man nix ist und nix kann – und alle nur wollen, dass man weg ist. Umflort ist alles von einem übelriechenden mantel an heuchelei, woraufhin er niemandem vertraut (nämlich inner- und außerberuflich nicht). Danke an den schönen arbeitsmarkt, hier wieder einen zombie mehr erzeugt zu haben. Weder eine selbsthilfegruppe, noch ein therapeut will dem zuhören. Es ist allen nur lästig.
irgendwelche gutgemeinten 6-12monatige marienthal-romantismen, bei denen man jetzt allmorgendlich latten fräsen darf, die helfen dem auch nicht. hat er gesagt.

Zu – -) leistungsbereit. 90er. Das war noch eine zeit, als arbeiten menschlich war, als es pausen oder leerläufe gab. Als man manchmal die zeit runterbog. Oder ungeliebte wurden in ein magazin verfrachtet, wo sie ein paar schachteln umherschieben konnten, frei nach 'der herr koarl'. Diese jobs sind wegrationiert. Das ams verlangt auch von kranken, die wissen, sie können nimmer vollzeit, die 40 std woche – die auch 12h-tage beinhalten kann. Man will uns in die pflege schicken. Dort herrscht rufbereitschaft. Das privathandy hat ON zu sein und man hat aus dem schrebergärtlein in die arbeit zu rasen, wenn dort wer ausfällt. Man kann das mit alten und chronisch kranken nicht machen. Man verlangt von uns, die bim zu lenken. Frühdienst 4-9 uhr. 4-5h unbezahlte pause, vermutlich ohne auch nur ein feldbett. Dann von 14 uhr bis abends wieder ein dienst. Dass da nicht mehr unfälle passieren: ein wunder.

MAN VERPFLANZT KEINEN ALTEN BAUM. Was haben bekloppte umschulungen zu schaffen, für einen momentan-mangelberuf, wo uns dann eh keiner – ohne branchenerfahrung – nimmt. Zumal uns die umschulung via NLP technik quasi 'angedreht' wird.

Zu $€: leistungsfähig? Da wollen wir die unleidliche thematik des reha-jahres, der BU, der IV-pense ansprechen. Nein – es sind ganz ganz viele von uns jetzt – heute – nicht mehr leistungsfähig. Und schon garnicht in dem ausmaß, der inhaltlichen zeitflexibilität, die von uns (teils schon mehrfach 'entsorgt' worden) irrwitzig verlangt wird. Ihr habt mit uns Alten (jahrgänge vor 1969 & älter) was gemacht, was ihr heute nimmer tut.
Die neuen am markt, die werden gehätschelt:
Der rote teppich wird ihnen ausgerollt.
Bei jeder körperöffnung schiebt man denen diplome rein.
https://oesterreich.orf.at/stories/3189250
Magistras bewerben sich als tippkräfte. Und 4tage-woche dürfen sie kriegen, umworben und goderlgekratzt werden die jungen heute. gegensätzlich zu vor-2019 ist nämlich schlagartig klar: die generation Y/Z muss lange halten, die kann man nicht kaputtmachen und kaputtreden wie unsereins.

Wir sind der schlatz zwischen den stühlen, die schleimspur einer nacktschnecke, die man wegkratzen muss und von der am besten garnix überbleiben soll.
Das ist das wüstengebiet, das Wir-Ältere-Arbeitslose heute vorfinden: und das ist um ein vielfaches grauslicher als vor 30 jahren, als ihr mit alten so wie mit dreckfetzen umspringen konntet. Diese Erfahrungen sind tief drin, Die Bekommt Auch Keiner Raus.
--- schon gar nicht mit heuchelnden hausmeister-psychologerln.


alter des vereins / bzw der interessensgruppe. definitive GRÜNDUNG des vorbildes ZAE als verein: war dann erst im jahr 1994, lief bis ungefähr 2016 - woraufhin leider bald die löschung des vereins geschah. wir - IG Ä.A.Ö wurden 2014 als taskforcePersonal gegründet, mit umbenennung zu corona 2020. wir haben vor, gleich lange zu agieren - das ist bis 2036. unsere jüngsten, die 1969er werden dann nämlich 67 jahre alt und bis dahin wird der zwang-zu-67 bereits fuß gefasst haben; dies zu unserem leidwesen (weil noch mehr abzüge bei antritt).


| Solana um 11:19 | |
Wednesday, 4. January 2023

96 Holt stattdessen die verlorene Generation ab.

Die Arbeitslosigkeit unter älteren ist entsprechend offizieller Daten gesunken. Weil die Chefinnen, bis sie was besseres finden, sich an der Wiedereingliederungsbeihilfe oder Offensive50plus erfreuen. Nach Ablauf wird das Produkt mit Lättn (=Alter) dann wieder fachgerecht in Richtung AMS entsorgt. So kennen wir das. Ein AugenauswischSystem, wie die nervenzerfetzenden Maßnahmen aka Schulungen. Auf was hinauf soll ein 54-jähriger - chronisch kranker - noch einen komplett neuen Beruf lernen. Weil er bis 65 topfit sein wird??

Die AL unter jünger-als-25ern ist angestiegen. Das müssen wir jetzt nicht verstehen, oder? Die durch Schulschließung verlorene Generation hat schlechte Zeugnisse und kriegt - trotz emsigen Bemühens - nach wie vor keine Lehrstellen.

sourcePixabay

So wie es bei uns genügt, dass wir so alt sind, wie wir sind: beide Arbeitslosigkeits-Gruppen sind entwertet.

Wir werden durch Händeringen nicht gesund, nicht jünger. Und die Schulabgänger werden die Noten im Zeugnis nicht im nachhinein verbessern. Wir Entwerteten bleiben das nutzlose Volk. Mit jedem Silvester und jedem Geburtstag, der uns mehr und mehr weiter entwertet. Denn das ist die Einstellung der Gesellschaft, und sie ist nicht gänzlich unbegründet. Nein, fit sind wir nach unseren Jahrzehnten als Leistungsträger nicht. Auch nicht durch manipulativ ausgespucktes NLP schnellgesiedeter fit2work-Scherginnen: Lebens/Sozialberater und Konsortinnen.

Kurz und prägnant bringt es ein Derstandard-Poster auf den Punkt: 'Man ist mit 55 nicht fitter – weder körperlich, noch im Kopf. Und Erfahrung wird im raschen Fortschritt immer weniger gebraucht.'

Als Fazit würden wir Alten es vorschlagen, dass sich der Arbeitsmarkt doch viel eher an den Schulabgängern orientieren soll, als an uns, die wir mit jedem Jahr unmöglicher für den Markt werden. Also gebt den Jungen diese Chance, anstatt uns mit Kostenzuschuss 6-12 Monate zu veräppeln und dann für unmöglich zu erklären und wegzuschmeißen, weil keiner die heiße Kartoffel erbarmungslos bis zum Alterspensions-Jahr durchfüttern will: Durch Kuren - Durch Depressionen - Durch Krankenstände.



| Solana um 19:31 | |
Tuesday, 27. December 2022

95 Halbstarken-Erlässe (Part Two)

nun ist ja die große arbeitsmarktŕeform abgesagt. ak chefin, sowie caritas-experte/n haben dies bedauert. die großreform hätte man ja mit grün absprechen müssen.
stattdessen macht das wirtschaftsministerium die erlässe nun ganz allein. laufen sich raus auf schikanen für 30000 dazuverdienende (10% der 300.000 AL). Sanktionen verschärfung, getarnt als anreize. klartext: erpressungsdruck steigt. dies geht leichter, wenn für die a-loch-jobs das arbeitskräfte-angebot sank. streichung des AL geldes (sperre, dann totalstreichung) soll viel einfacher durchgeführt werden können.

was dies für uns alte, teils kranke, bedeutet? würde den rahmen sprengen, es hier auszuführen. fürsprecher für unsereins: keine, weil arbeitskräftemangel.
je weniger wir werden, desto mehr geht das wirtschaftsministerium auf uns bodensatz los. bytheway: absage der reform hat, wie insidern bekannt ist, auch zur folge, dass wir (versicherungsleistungsempfänger AL NSH) gegensätzlich zu MA40-er kunden (sozi-hilfe)) keine valorisierung bekommen.

was sind wir mittfuffziger weiterhin am arbeitsmarkt? ex-leistungsträger und heute grade mal ein stück dreck.
hämisch ringen die fachkräftesuchenden weiterhin ihre hände. erneut schließen die alten (mehrheitlich kranken) arbeitslosen mit den weisen worten zum tag: jeder gute arbeitslose ist ein toter arbeitsloser.

querverweis zu: halbstarken-erlässe part-one koffiemok.antville.org



| Solana um 16:20 | |
Saturday, 17. December 2022

94 Kasse weigert sich bei alten AL

Die AK-für-Sie ist auch für uns eine lesenswerte Zeitschrift. Im Dez/Jan befasst sie sich mit der Arbeitsverweigerung der Gesundheitskasse. Ja: Verweigerung. Diese Arbeitsverweigerung trifft Kranke, die im Erwerbsleben stehen. Das wird klar auf S.3 dargelegt. Wir möchten gerne darstellen, was die Verweigerung seitens GK für uns Arbeitslose bedeutet.

Einer unserer Hilfesuchenden(HS) tritt burnoutdepressiv – bedingt durch den sinnlosen Ams-Erpressungsdruck – eine Reha an. Die erfordert seinen Krankenstand. Die Reha endet nach (3-6) Wochen, und der HS ist noch immer nicht konzentrationsfähig, u.a. durch Nebenwirkungen hochwirksamer Tabletten, die müde, vergesslich und fahrig machen. Die Krankenkasse meldet sich beim Kranken und schreibt ihm vor, ab wann er gesund zu sein habe. HS sagt, er ist noch krank und kommt auch gerne vorbei, dies persönlich darzulegen. GK sagt – nein wir schauen niemanden an, es ist Corona. Senden Sie Ihre Befunde. Der Kranke läuft seine Ärzte ab und schaffts mit viel Mühe, Scans der Befunde herzustellen. Ein Bündel an Befunden geht an die GK, was quittiert wird mit 'ab dem 29. Jänner sind Sie gesund!'. HS kräult zu seinem neuen Hausarzt (junge/r Hausarzt/in) und kriegt dort gesagt 'in meinem Computer steht, dass sie ab 29 Jan gesund sind. Die Kasse hat das so geschrieben. Da es hier im Computer steht, werden Sie von mir nicht länger darüber hinaus krankgeschrieben'.
Grund: junge Ärzte sind ängstlich, haben Kassenvertrag. Wollen sich nicht schon in frühen Jahren mit Kasse anlegen. Ärzte machen, was Kasse sagt:

Wieder müssen wir auf unser Indianerzitat zurückgreifen. **Kasse: „Alle guten Arbeitslosen, die ich sah, waren tote Arbeitslose“. In diesem Sinn verabschieden wir – biennal - auch heuer wieder unsere Altersjahrgänge in den erstrebenswerten Status des „In-Ruhe-gelassen-werden“. Jetzt, im Dezember sind dies Jahrgang *1958/*1959. (wir machen das alle 2 J mit unseren 63-jährigen, einige schaffen es offenbar in den Korridor).

Eine Handvoll Leute gehen - und wir laden gerne wieder andere Betroffene (Jg. 60-69) ein - mit Erfahrungen zu dienen, und ebensolche auch zu bekommen. Austausch - weil regionenübergreifend - vorläufig online. wir können uns derzeit (kalt) keine Lokale leisten!

Wer schon Erfahrungen in End-VerwurschtungsGaleere wie div SÖBs / veva's / Zwangsschulungen (um deren Bewerbungskurse vollzukriegen) leidvoll sammelte - bitte mailen sie der Interessensgemeinschaft an: aeaoe (a) Buerotiger (DOT) de !!



| Solana um 13:50 | |


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